Portrait Posen für Models: 14 Posing Tipps für Natürlichkeit (2024)

In der Portraitfotografie ist die abgebildete Person das Hauptmotiv. Daher sollte diese möglichst vorteilhaft aussehen. Das gelingt durch das richtige Posing! Durch ein gutes Posing entstehen Linien, die die Bilddynamik erhöhen. Dadurch sieht nicht nur das Model, sondern das komplette Foto lebendig aus. Bei einem schlechten Posing entstehen dagegen im schlimmsten Fall sogar Ablenkungen, die das Bild zerstören.

Ein gutes Portrait steht und fällt mit den Model Posen.

Dabei gibt es immer zwei Extreme zu vermeiden: Weder zu langweilig, noch zu übertrieben sollte die Pose wirken. Letzteres wirkt dann auch schnell gestellt. Das solltest du auf jeden Fall vermeiden!

Egal ob du gerade jemanden fotografierst oder selbst modelst – die folgenden Posing Tipps werden dir dabei helfen, das Foto grundlegend zu verbessern. So wirst du beim Fotografieren verstehen, was du deinem Model an Posing-Anweisungen geben solltest. Oder aber auch selbst vor dem Spiegel verstehen, wieso eine Pose gut oder schlecht aussieht.

Inhaltsverzeichnis

1. Einfache Portrait Posing Tipps: Vermeide diese Fehler

Worum geht es eigentlich beim Positionieren von Personen auf dem Foto? Was möchtest du unbedingt erreichen?

Das Model oder die Person sollte möglichst vorteilhaft aussehen: Weder dick, unbeweglich, noch statisch soll sie auf dem Bild wirken. Dazu sollen Fettnäpfchen wie unvorteilhafte Überstreckungen der Gelenke oder ein Doppelkinn vermieden werden. Stattdessen soll durch Dynamik, Linien und Beweglichkeit eine gute Stimmung im Bild erzeugt werden. Dadurch kann das Portrait zum Leben erwachen und die Person gut aussehen.

Steht dein Model das erste mal vor der Kamera, müssen genaue Anweisungen für richtige Posen vom Fotografen kommen. Fortgeschrittene (aber oft keine professionellen) Models müssen dagegen ofterst einmal gebremst werden. Doch egal wer vor deiner Kamera steht:

Keiner kann genau wissen, wie er sich positionieren soll. Denn die Person kann sich in diesem Moment selbst nicht sehen. Egal, ob die Pose gerade passt, oder nicht: Sag regelmäßig, was du siehst.

Kommunikation ist alles.

Hier ein paar Grundlagen, die ich bei Posen für Fotos immer beachte. Dabei ist es egal, ob es sich um Foto Posen für Männer oder Frauen handelt: Diese Regeln sind meist universell gültig.

1.1 Portrait Posen Grundlage: Symmetrie vermeiden

Das Bild soll möglichst natürlich und beweglich aussehen – was eigentlich das Gegenteil von Symmetrie ist. Symmetrie kann ein schönes Stilmittel sein, unbeabsichtigt sorgt sie aber schnell für eine statische und unbeholfene Wirkung.

Meistens tritt sie versehentlich auf, da unser kompletter Körper einen symmetrischen Aufbau hat: unsere beiden Gesichtshälften, beiden Arme und Beine sind in der Regel so gut wie symmetrisch. Daher solltest du diese Symmetrie nun nach und nach auflösen. Das wird sich auch in den folgenden Tipps durch den ganzen Beitrag ziehen.

Im Prinzip ist es ganz einfach: Weise dein Model an, sich aus der symmetrischen Grundhaltung abzuwenden. Das geht am besten, wenn du das Model für die Pose etwas eindrehen lässt.

Das Eindrehen wird längst nicht nur bei etwas kräftigeren Personen angewandt, um diese schlanker aussehen zu lassen. Sondern auch bei dünneren Models sehr wirkungsvoll, um allgemein dynamischer zu Wirken: Den Körper der Person leicht eindrehen. Gut sind Winkel von ca. 30° – 45°. Der Kopf bleibt je nach Schokoladenseite aber gerade aus in die Kamera gedreht.

Siehst du, wie die Person dadurch im Folgenden wesentlich lockerer, schlanker und dynamischer aussieht?

1.2 Hände nicht hängen lassen

Wie eben angedeutet müssen die Arme und Hände aus der symmetrischen Grundhaltung entfernt werden. Daher sollte vermieden werden, die Hände einfach schlapp herunterhängen zu lassen. Das ist das erste, worauf ich achte. Oft sieht das Model mit hängenden Armen etwas aus, wie bestellt und nicht abgeholt. Das Bild sieht mehr nach einem Schnappschuss aus, das Model wirkt unsicher.

Um richtig für Fotos zu Posen ist es wichtig, etwas Spannung reinzubringen. Es reicht oft, die Hände einfach an den Körper, z.B. die Hüfte, zu legen. Oder halb oder ganz in die Tasche zu stecken. Oder irgendwo anders »aufzuräumen« und die Pose damit zu stabilisieren. Ein einfacher Trick ist es, mit der einen Hand den anderen Arm zu greifen.

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1.3 Hände und Model mit Umgebung interagieren lassen

Ein guter Trick um die Hände irgendwie zu »beschäftigen« ist es, diese einfach mit der Kulisse interagieren zu lassen. Wie in diesem Beispiel kann es ein leichtes sein, z.B. Bäume, Pflanzen, Blumen etc. zu berühren und so für eine interaktive Pose zu sorgen. Automatisch verschmilzt das Model dann besser mit der Kulisse:

1.4 Richtig Posen für Fotos: Für Spannung in den Beinen sorgen

Nun hast du den Körper eindrehen und Arme bewegen lassen. Fehlt nur noch ein kritischer Blick auf die Beine und Füße. Im normalen Stand wirken diese durch die Symmetrie meist erst einmal plump. Die komplette Haltung wirkt dadurch etwas trampelmäßig.

Sorge auch hier für Asymmetrie, was automatisch für Spannung und Eleganz sorgt. Ein guter Tipp ist es hierbei auch anzuweisen, das Gewicht auf ein Bein zu verlagern (statt auf beide gleichmäßig). Dadurch kann jedes Bein eine leicht unterschiedliche Position einnehmen, was lockerer aussieht:

Achtung: Die Spannung durch Stehen auf Zehenspitzen zu zeigen, passt eher zu weiblichen Posen. Bei Männer Posen solltest du einfach nur ein Bein entlasten und für eine asymmetrische, leicht spannungsvolle Haltung sorgen.

1.5 Bonus-Trick: Der Schulterblick

Nicht nur in der Fahrschule wird der Schulterblick gelehrt. Auch für schöne Fotos greife ich regelmäßig auf diesen Trick zurück. Lass dein Model zunächst mit dem ganzen Körper von die weg gedreht stehen. Weise dann an, über die Schulter der jeweiligen Schokoladenseite in die Kamera zu blicken.

Achte darauf nur auf mögliche Falten, die am Hals entstehen und seltsam aussehen können. Dadurch ist diese Pose erst zu empfehlen, wenn der Hals durch Kleidung bedeckt ist:

2. Anfänger-Fehler bei Posen für Fotos vermeiden

Wenn du die Portrait Posen Grundlagen erst einmal verinnerlicht und deinem Model erklärt hast, geht es über in Stufe zwei. Hier beobachtest du das Model sorgfältig und entschärfst einfache Fehler. Dadurch wird das Posing perfektioniert.

Im Folgenden zeige ich dir die gröbsten Fehler im Zusammenhang mit einem einwandfreien Posing:

2.1 Linien außerhalb des Fotos nicht beachtet

Du machst ein Oberkörper Portrait und suchst geeignete Posen für Fotos. Viele achten nun nur auf den Bereich, der tatsächlich auf dem Foto zu sehen ist. Genauso wichtig sind aber die unsichtbaren Linien, die das Gehirn beim Betrachten des fertigen Fotos ergänzt. Oft gehen z.B. die Linien von den Armen auseinander. Das Gehirn denkt die Linien dann im austretendem Winkel weiter. Die Person erscheint dicker. Nimmt die selbe Person die Arme unterhalb des Fotos zusammen, so dass sie nach unten hin weiter gerade aus gehen oder sogarzusammenlaufen, erscheint die Person dünner.

Als Fotograf ist es alsodeine Aufgabe, eine Stelle im Foto zu finden, wo du am besten den Schnitt machst. Unterstützen kann du das entweder dadurch, dass du anweist, die Arme unterhalb des Fotos zusammen zu nehmen. Wenn du z.B. den Anschnitt bis zu den Oberschenkeln des Models wählst, kanns du die Linien durch das Überkreuzen der Beine zusammenlaufen lassen. So laufen die Linien aufeinander zu und das Model wirkt schlanker.

2.2 Augenweiß erscheint extrem groß

Vom Auge möchtest du eigentlich immer die Pupillen mit der schönen Augenfarbe zeigen. Einmal nicht aufgepasst, und schon verdirbt einem bei unglücklichen Posen für Fotos das Augenweiß das komplette Foto. Achte doch einfach auch bei anderen Fotos in Social Media darauf, das kommt sehr häufig vor.

Dazu wirken weiße und helle Stellen immer besonders ablenkend, da man beim Betrachten immer zuerst auf die hellsten Stellen blickt. Lass dein Model daher immer der Nase nach blicken – das vermeidet, dass solche Missgeschicke passieren:

Portrait Posen für Models: 14 Posing Tipps für Natürlichkeit (14)
Portrait Posen für Models: 14 Posing Tipps für Natürlichkeit (15)

2.3 Handflächen zeigen zur Kamera

Hast du schon einmal ein Bild gesehen, bei dem eine Handfläche zur Kamera zeigt? Ich nicht. Und wenn dann ist es wirklich als absichtliches Stilmittel passiert. Versehentlich sollte dir das aus guten Gründen nicht passieren:

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  1. Handflächen wirken schnell sehr groß. Oft entsteht dadurch flächenmäßig eine Konkurrenz zum Gesicht, um das es im Porträt hauptsächlich gehen sollte.
  2. Durch das zeigen der Handfläche entsteht unbewusst das Symbol für »Halt! Stopp!« – das kann sehr abwehrend wirken.
  3. Sobald die Hand wieder eingedreht wird, fließt sie einfach wesentlich natürlicher ins Posing ein.

Das kannst du in diesem Beispiel beobachten:

2.4 Für schöne Fotos vermeiden: Hände verformen das Gesicht

Vorsicht, wenn wie gerade eben Hände ins Gesicht fassen oder allgemein Körperteile verformt werden: Zwischen einem nachdenklichem Foto und Zahnschmerzen ist es oft nur ein schmaler Grat. Konkret solltest du zu viel Druck vermeiden, wodurch »Dellen« und Verformungen vermieden werden. Das Bild wirkt dann wieder natürlicher:

2.5 Kinnhöhe und Doppelkinn vermeiden

Durch die Höhe des Kinns wird automatisch die Kopfhaltung bestimmt. Für die Kommunikation ist es aber meistens leichter, einfach zu sagen Kinn weiter hoch oder runter. Das spart Zeit und weitereErklärungen.

Durch die Haltung können verschiedene Stimmungen erreicht werden: Kinn nach unten sieht meist eher ernst oder geheimnisvoll aus. Geradeaus normal bis freundlich. Ist das Kinn nach oben geneigt, kann es auch schnell mal »arrogant« aussehen.

Was du aber aber auf jeden Fall vermeiden möchtest ist ein Doppelkinn. Sobald du eine Froschperspektive einnimmst solltest du also genau hinsehen. Lass das Model das Kinn gegebenenfalls durchstrecken, was das Kinn auflöst:

2.6 Konkurrierende Formen vermeiden

Wie auch in der kompletten Fotografie Bildgestaltung und Komposition geht es auch beim Model Posing letztendlich um Formen. Sobald eine Haltung eingenommen wird, entstehen Formen. Die Kunst ist es, davon auch wieder nicht zu viele entstehen zu lassen.

Auch zu viele Formen wirken dann eher starr und unbeweglich. Siehst du, wie im Beispiel zuerst Dreiecke zwischen Arm und Kopf, Arm und Bein sowie Bein und Boden entstehen? Löse diese Missgeschicke auf und das Bild wirkt wieder natürlicher:

Portrait Posen für Models: 14 Posing Tipps für Natürlichkeit (24)

Hinweis zur Quelle: Diese Tipps und Vorher-Nachher Beispiele stammen alle aus meinem Buch »Outdoor Porträts sehen«. Hier zeige ich dir insgesamt 147 Fehler in der Porträtfotografie durch genau solche Vorher-Nachher Beispiele. Ein Kapitel dreht sich auch komplett darum, was du beim Model Posing und Outfit alles beachten solltest. Wenn du in diesem Bereich noch sicherer werden möchtest, solltest du dir das Buch unbedingt näher ansehen.

3. Weniger ist mehr bei Model Posen

Nein, wir sind hier nicht inHollywood oder bei irgendeinem Model Contest. Also hört auf mit den skurrilen und extrem gestellten Posen. Diese wirken meistens einfach nur übertrieben oder gekünstelt. Es gibt zwar Models, die auch solche Posen gut rüberbringen. Ich empfehle aber generell den Ball flach zu halten und sich auf die Basics und den Ausdruck zu konzentrieren. Auch verbiete ich bei meinen Shootings die Standardposen, die du bestimmt von alt-eingesessenen Studios kennst.

Es ist doch viel besser, eine Person so wie sie ist, einzufangen.Und ich glaube dafür werden letztendlich viele Fotografen bezahlt. Das erreichst du eher mit den grundsätzlichen Posing Tipps von eben. Dazu musst du auch immer abwägen, was zu der Person passt.

Willst du viel Dynamik erzeugen? Macht das bei der geplanten Aufnahme Sinn? Passt es ins Konzept? Oder geht ihr es lieber »ruhig« an und reduziert sich z.B. auf die wesentlichen Merkmale der Person und die natürliche Ausstrahlung. Dafürsolltest du anfangen, die Person ungestelltzu inszenieren.

4. Posen im Stehen: Leitenstatt starrer Anweisungen

Wie eingangs erwähnt möchten wir Symmetrie vermeiden. Zum Glück ist zwar unser Körper symmetrisch – unsere Bewegungsabläufe allerdings überhaupt nicht. Das bietet sich also sehr gut für Posen im Stehen an. Es erklärt sich von selbst, dass Porträts in Bewegung lockerer wirken werden.

Wie du bei diesem Beispielfoto sehen kannst, entstehen beim Fotoshooting extrem lockere Fotos, wenn du den Leuten nicht ständig breit erklärst, wie sie die Hand halten sollen oder in welchem Winkel ihr linkes Ohr stehen soll:

Stattdessen geht der Trend aktuell dahin, dass du dem Ganzen eher einen kreativen Rahmen gibst, statt detailliert einzugreifen. So schaffst du Situationen und wirst als Fotograf nur noch »stiller Beobachter«.

Ein paar Beispiele, wie du und dein Model in den Flow kommt:

  • Fordere dein Model auf, zwischen zwei Punkten entlang zu laufen
  • Bring einen Bluetooth Lautsprecher mit und spiele Musik ab, um die Atmosphäre aufzulockern
  • Lass das Model (zur Musik) tanzen
  • Fordere ein Paar auf, sich etwas ins Ohr zu flüstern
  • Lass sich die Person in unterschiedliche Gefühlslagen hineinversetzen
  • Lass das Model eine Szene aus einem Film nachstellen und etwas Schauspielern

Bei Pärchen kann das ganze noch lebendiger werden. Inszeniere einen schönen Tag mit ihnen. Fordere sie auf, sich etwasins Ohr zu flüstern. Oder einen Weg entlang zu laufen. Daraus kann sich wie von selbst eine Dynamik entwickeln. Du als Fotograf tauchst unter und hältst aus dem Hintergrund heraus die Szene fest.

All diese Anweisungen und Ideen sorgen natürlich auch für etwas Spaß beim Fotoshooting. Die Stimmung wird so automatisch aufgelockert. Du musst dann nur noch die richtigen Momente einfangen. Es wird zwar einiges an Ausschuss entstehen, aber die Person wird wesentlich lockerer in Szene gesetzt werden.

Wie das oft bei mir aussieht, wenn ich das Model anweise zwischen zwei Punkten hin- und herzulaufen um ungestellte Posen zu erhalten, zeige ich in diesem Video. Vergiss nicht meinen Fotografie Youtube Kanal für kommende Portrait Tutorials zu abonnieren:

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5. Gesicht und Ausdruck ohne Maske zeigen: Lässt sich ein Modelblick lernen?

Menschen lieben Gesichter. Gesichter erzählen Geschichten. Gesichert transportieren Emotionen. Es gibt so viele Muskeln, die tagtäglich im Gesicht zusammenspielen. Sie unterstreichen das, was wir sagen oder denken. Und das muss auch auf dem Foto stimmen.

Dabei geht es gar nicht darum, den Modelblick zu lernen. Viel besser ist es, die Person erst einmal ohne die Maske zu zeigen. Welche Maske? Die »Oh nein, ich werde fotografiert«-Maske. Vor allem bei Menschen, die nicht regelmäßig vor der Kamera stehen, ist dieser Ausdruck erst einmal eine natürliche Abwehrreaktion. Oft ist eine ungeübte Person anfangs etwas schüchtern. Dann müsst ihr beide erst einmal etwas warm werden. Die Person wird sich nach und nach öffnen und einen natürlichen Ausdruck annehmen.

Die Person wird ihre Maske nach und nach fallen lassen.

Einen Großteil macht hierbei die Kommunikation aus. Du solltest niemals ein Lächeln anweisen, sondern eine angenehme Situation schaffen. Dann folgt ein Lächeln von ganz alleine. Das habe ich auch schon in meinem Beitrag über die Kommunikation beim Fotoshooting beschrieben.

Mit erfahrenen Models (oder wenn ihr schon gut miteinander auskommt) gibt es dagegen auch die Möglichkeit wie gerade beschrieben, sich in Gefühlslagen reinzuversetzen. Dazu können einfache Sätze dienen. Sie beginnen ungefähr so: »Stell dir vor wie es sich anfühlt, …«, »Stell dir vor du wärst…«.

Ansonsten ist beim Ausdruck der Mund einer der wichtigsten Faktoren. Er entscheidet (natürlich neben den Augen und vielen anderen Gesichtspartien) grundlegendüber den Ausdruck. Meistens finde ich es hier am besten, wenn er leicht geöffnet ist. Das passt zwar nicht zu jeder Persönlichkeit, wenn dann verstärkt es aber den Ausdruck und gibt den Lippen mehr Volumen.

Tipp: Lässt du die Person nicht direkt in die Kamera schauen, können auch wieder neue Stimmungen entstehen. Zum Beispiel sieht es nachdenklich aus, wenn das Model nach unten sieht. Inspirierend kann es auch aussehen, wenn der Blick nach oben hin aus dem Bild wandert. Oder du probierst aus, wie das Foto wirkt, wenn das Model die Augen schließt.

Fazit: Foto Posen für Männer und Frauen leicht gemacht

Ich hoffe ich konnte dem Einen oder Anderen die Angst nehmen, vor Ort keine Anweisungen geben zu können. Am besten du prägst dir ein paar dieser Anregungen ein, falls du deinem Model beim nächsten TFP Shooting etwas auf die Sprünge helfen musst. Oft reicht es wirklich aus, ein paar dieser Basics zu beherzigen. So können selbst Anfänger wirklich locker auf den Fotos rüberkommen. Im Zusammenhang mit der Pose stehen natürlich auch wie bereits angedeutet viele andere Faktoren, so z.B. auch die Komposition oder generell, wie das Model vor Ort positioniert wird. Es muss alles ineinander greifen und harmonieren.

Tipp: Falls du dir unsicher bist hilft es dennoch im Vorfeld auf Pinterest ein paar Pins mit stimmigen Posen zu sammeln. Diese kannst du zunächst reproduzieren und anschließend selbst in den Flow kommen.

Die wirkliche Königsdisziplin, bei der oft die besten Fotos herauskommen ist es, als Fotograf im Hintergrund abzutauchen. Probiere beim Shooting auch einmal weniger direkte Anweisungen zu geben. Dafür schaffst du stattdessen einen Rahmen, in dem sich die Leute bewegen. Bewegen kannst du wortwörtlich nehmen: Lass sie laufen oderuntereinander interagieren. Lass sie sich Dinge vorstellen oder auch mal etwas schauspielern. Daraus können komplett neue Dinge entstehen, als du sie bisher kanntest.

Wenn dir diese Tipps weiterhelfen konnten wirst du wie gesagt auch mein »Outdoor Porträts sehen«-Buch mögen. Aus diesem stammen die Tricks aus diesem Beitrag. Im kompletten Buch gibt es noch mehr Vorher-Nachher Beispiele wie du Posing, Outfit, Bildgestaltung, Licht und vieles mehr in der Portraitfotografie spielend meistern wirst.

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Portrait Posen für Models: 14 Posing Tipps für Natürlichkeit (2024)

FAQs

What is the most flattering way to pose for pictures? ›

Turn Your Body Slightly to the Side

Instead of facing the camera straight on, turn your body slightly to the side – it makes a big difference. Doing this pose gives you more curves and makes you look more flattering in photos. A 45-degree turn is ideal.

How do I look thinner in a picture pose? ›

Angles Are Your Friend

One tip those well-versed in photography learn quickly is that angles can be flattering. Instead of facing the camera head-on, stand at a 45-degree angle with one leg toward the camera. This pose instantly lengthens your body and makes you look slimmer.

What is the most flattering selfie angle? ›

Hold the camera at eye level rather than above your head so that you don't look squashed, like you're too low down or have a double chin. Look into the lens straight on to avoid shifty eyes. To look your best, photograph yourself at a slight three quarter angle.

What makes a face photogenic? ›

Based on the light-creation theory, it is easier to understand why some people are photogenic. Their facial features and bone structure capture light well and are more likely to create a flattering shadow under the shooting lights. That's also why angular faces are usually photogenic.

Which side of my face is more photogenic? ›

Before a shoot, we consider many things, but above all the light and the best side of the face, which is surely your left side. Numerous studies have concluded that the left side of the face is not only the most photogenic, but expresses more emotion, which is why people prefer to see it more.

How can I look good in pictures naturally? ›

Feel confident.

Being happy and giving a genuine smile in the photo can make a world of difference. Don't try to bend your body into uncomfortable or awkward poses. Pose to flatter your body, but make sure to stay natural. Being stiff will just make you look awkward, which will result in a bad photo.

How are some people naturally photogenic? ›

Harsher features like high cheekbones and a squared off jaw work better with the natural light. Those with these desirable features will find that the light tends to hit their face better than someone with a rounder facial structure, making them more photogenic.

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Author: Edmund Hettinger DC

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Name: Edmund Hettinger DC

Birthday: 1994-08-17

Address: 2033 Gerhold Pine, Port Jocelyn, VA 12101-5654

Phone: +8524399971620

Job: Central Manufacturing Supervisor

Hobby: Jogging, Metalworking, Tai chi, Shopping, Puzzles, Rock climbing, Crocheting

Introduction: My name is Edmund Hettinger DC, I am a adventurous, colorful, gifted, determined, precious, open, colorful person who loves writing and wants to share my knowledge and understanding with you.